Die Hauptbotschaft des Videos ist:

Der Kundenservice in Deutschland wird als ungewöhnlich schlecht und wenig kundenorientiert dargestellt, weil Unternehmen offenbar davon ausgehen, dass Kunden kaum echte Alternativen haben [es ist kulturell bedingt] und sich deshalb auch schlechte Behandlung gefallen lassen müssen.

Das Video geht aber noch einen Schritt weiter: Der zweite Sprecher greift diese Kritik auf und deutet an, dass das Problem für Menschen mit Migrationsgeschichte noch stärker sein kann. Dahinter steht die Vorstellung, dass manche Betroffene aus Unsicherheit, Abhängigkeit oder Angst vor Konflikten weniger entschieden gegen schlechte Behandlung vorgehen.

Dieses Video ist kein Einzelfall. Im Internet finden sich zahlreiche ähnliche Beiträge, in denen Verbraucher ihre Erfahrungen mit schlechtem, unfreundlichem oder wenig lösungsorientiertem Kundenservice in Deutschland schildern. Solche Videos sind kein statistischer Beweis für ein flächendeckendes Problem, sie zeigen aber, wie verbreitet die Wahrnehmung mangelnder Serviceorientierung inzwischen ist.

Gerade deshalb sollte der Verbraucherschutz stärker aus der Perspektive des einzelnen Verbrauchers gedacht und gesetzlich weiterentwickelt werden. Das ist möglich – und es ist höchste Zeit. Ein Verbraucherschutz, wie ihn das Projekt DE21Jh anstrebt, kann dazu beitragen, Rechte nicht nur formal zu gewähren, sondern ihre tatsächliche Durchsetzung im Alltag zu sichern.

Das wäre nicht nur ein Gewinn für Verbraucherinnen und Verbraucher. Es wäre zugleich eine wirksame Strategie, Deutschland als modernes, verlässliches und attraktives Land zu stärken – für Menschen, die hier leben, arbeiten, investieren, konsumieren und dauerhaft Teil dieser Gesellschaft sein wollen.

MAN MUSS ES ENDLICH BEGREIFEN: VERBRAUCHERSCHUTZ IST EIN STANDORTFAKTOR

Ein Land ist nicht nur dann attraktiv, wenn Menschen dort arbeiten können. Es ist auch dann attraktiv, wenn sie sich als Verbraucher respektiert, geschützt und ernst genommen fühlen. Genau hier setzt ein moderner, individueller Verbraucherschutz an.